[Rezension] Black Blade – Das dunkle Herz der Magie

ivi | 384 Seiten | ISBN 9783492703567 | Kartoniert | 14,99 Euro

Ich war so gespannt auf die Fortsetzung von „Black Blade – Das eisige Feuer der Magie“ und habe einen kleinen Luftsprung vollführt als es dann pünktlich zum Erscheinen vor meiner Haustür lag. Ich mag Jennifer Esteps Schreibstil. Er ist leicht, aber irgendwie spannend.

Die Handlung: Lila lebt nun bei der Sinclair-Familie. Es gefällt ihr gut, doch es lässt ihr keine Ruhe, was die Draconis aushecken. Doch viel Zeit das Geheimnis der verfeindeten Familie zu lüften bleibt ihr nicht, denn sie soll an einem Turnier teilnehmen: Dem Turnier der Klingen. Aus jeder Familie treten die Besten gegeneinander an und beweisen sich nicht nur mit ihrem magischen Talent, sondern auch mit ihren Kampfkünsten. Doch schnell wird klar, auch hier wird nicht fair gekämpft. Lila muss schnell den Drahtzieher finden, sonst werden noch mehr Unschuldige verletzt.

Der Einstieg: Die Fortsetzung knüpft fast nahtlos an die Handlung des ersten Bandes. Es ist seit dem nicht viel Zeit vergangen. Das finde ich gut, denn so ist man schnell wieder in der Geschichte. Aber einige Themen werden auch wieder leicht aufgegriffen, sodass man kleine Erinnerungsstützen hat, falls man zu sehr aus der Story raus ist. Das finde ich allgemein sehr wichtig, denn bei manchen Büchern hänge ich mich daran auf, mich nicht an Einzelheiten der Handlung zu erinnern.

Die Charaktere: Es spielen wieder die vertrauten Hauptcharaktere eine Rolle, aber es kommen auch ein paar interessante neue Personen dazu. Am liebsten mag ich immer noch Lila, Felix und Devon. Und natürlich den aufbrausenden Pixi Oskar! Es werden wieder ein paar interessante Verbindungen gelüftet und es entstehen unerwartete Beziehungen. Das hat mir an der Geschichte dieses Mal besonders gefallen, aber ich möchte nicht zu viel verraten!

Mein Leseeindruck: Am Buch gefällt mir wieder der leichte, klare Schreibstil, die Inszenierung einer „sterblichen Welt“ mit einem Hauch Magie und die Spannung, die einen das Buch nicht aus der Hand nehmen lässt. Eine Welt in der Menschen von Magie wissen, es toll finden, wie eine Touristenattraktion? Jennifer Estep hat dieses Bild sehr schön in ihrer Geschichte gestaltet. Im realen Leben unvorstellbar. Was mich bei der Fortsetzung etwas gestört hat: Die Handlung ist ähnlich aufgebaut wie im ersten Band. Und eigentlich wird ziemlich schnell klar, wer der Bösewicht in der Geschichte ist. Ich mag es gar nicht, wenn ich es bereits weiß und der Hauptcharakter noch mitten im Dunkeln tappt und nicht drauf kommt. An dem Punkt fand ich die Geschichte einfach zu berechenbar. Ich hätte mir etwas Abwechslung gewünscht.

Trotz dessen bin ich sehr gespannt wie es weitergeht! Zum Glück muss ich nicht ganz solange warten, denn der finale Band erscheint noch dieses Jahr! Um genau zu sein: am 04. Oktober!

Vielen Dank an den Piper Verlag für das schöne Leseexemplar! Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!

[Rezension] Mein bester letzter Sommer – Anne Freytag

Heyne fliegt | 368 Seiten | ISBN 9783453270121 | Hardcover | 14,99 Euro

Wie ich euch in meinem Bücherpost-Beitrag schon erzählt habe: Dies ist mein erstes Buch von Anne und ich war sooohooo gespannt auf ihr Werk! Ich habe es auch schon eine ganze Weile durch, bin bislang aber nicht zum Rezensieren gekommen. Aber jetzt!

Die Handlung
Tessa ist todkrank, da geht kein Ausweg mehr vorbei. Kein Wunder kann ihr mehr helfen und ihre Zeit rinnt dahin. Mit 17 Jahren, ohne Führerschein und als Jungfrau soll es das gewesen sein? Das ist nicht fair! Sie hat immer 100 Prozent gegeben: Hat gelernt, statt sich mit Jungs zu treffen, war Klassenbeste statt am Wochenende betrunken und hätte eigentlich Aussicht auf eine tolle Zukunft mit Stipendium gehabt. Aber all das wird sie nicht mehr erleben. Es kann jeden Moment passieren und es dauert nicht mehr lange. Dies ist ihr letzter Sommer. Und dann kommt Oskar. Oskar plant für sie die Weltreise, die sie sich immer erträumt und zwar einmal durch Italien.

Meine Meinung
Der Einstig ist spannend, denn er verrät das, was man gerne sofort wissen will, nur Stück für Stück. Und so ist man auch ziemlich schnell in der Geschichte drin. Für mich war die Stimmung und der Konflikt mit der Mutter anfangs etwas schwer. Weil ich es gleich so gesehen habe, wie es die Protagonisten Tessa nach Aussprache mit ihrer Mutter endlich begriffen hat. Aber die Protagonisten ist erst 17 Jahre und daher vielleicht noch nicht ganz so weit. Daher muss der Leser hier etwas Geduld mitbringen.

Für mich war die Stimmung als Oskar in die Handlung tritt gleich viel positiver und angenehmer zu lesen. Es ist eine tragische Handlung, das kann man dem Buch nicht nehmen. Aber mit Oskar lernt Tessa ihre Zeit noch einmal richtig zu genießen, anstatt starr auf den Tod zu warten.

Ich glaube, die Bücher, die mich wirklich zum Weinen gebracht haben, kann man an einer Hand abzählen. Bei dieser Geschichte haben sich die Tränen auch schon gesammelt. Das heißt bei mir wirklich was: Es ist emotional – 100%tig!

Das Buch
Der Schreibstil ist wunderschön und leicht. Ich bin gut und flüssig durch die Geschichte gekommen. Das Buch ist zusätzlich sehr schön aufgemacht: Vorne findet man eine Karte, die zeigt welche Route Tessa und Oskar genommen haben und am Ende findet man ihre Playlist – diese ist auch schon auf Spotify angelegt. Die Kapitel werden oft mit einer süßen Krabbe geziert und am Ende des Buches auch ab und an mit einem kleinen Hasen. Dies ist eine praktische Kennzeichnung aus welcher Sicht die Story aktuell erzählt wird: Von Tessa oder von Oskar.

Meine Lieblingszitate
„Das Leben wird nicht definiert von den Momenten, in denen du atmest, sondern von denen, die dir den Atem rauben.“ (Seite 24)

„Wenn dich dieser eine Mensch berührt, der dich berührt, bleibt die Welt stehen. Deine Beine laufen weiter und deine Lungen atmen, obwohl du nicht mehr kannst, und alles, was du spürst, ist diese Berührung. Haut auf Haut, wie ein Flüstern zwischen Körpern.“ (Seite 74)

„Wenn ich solche Bauten sehe, beeindrucken mich die Menschen. Wenn sie doch das, was sie für Gott alles tun, auch für einander tun würden, es könnte richtig schön sein, hier unten. Das reinste Paradies.“ (So wahr! – Seite 235)

Mein Fazit
Für Leser, die es gerne emotional und mit Tiefgang mögen: Hier könnt ihr abtauchen! Das Buch hat viele schöne Momente und zeigen einem, wie kostbar diese kleinen Augenblicke das Leben machen. Die italienische Kulisse leckt das Fernweh – einfach eine tolles Komplettpaket. Ich kann euch das Buch wärmstens empfehlen! Und hoffe auf ganz, ganz viele weitere Jugendbücher von der lieben Anne!

Vielen Dank an Heyne fliegt für das tolle Rezensionsexemplar! Es wird einen Ehrenplatz in meinem Regal bekommen!

[Rezension] Die Magie der Namen – Nicole Gozdek

ivi | 368 Seiten | ISBN 9783492703871 | Hardcover | 16,99 Euro

Auf das Buch „Die Magie der Namen“ von Nicole Gozdek bin ich über das ivi-Frühjahrsprogramm aufmerksam geworden: Simpler – aber interessanter – Buchtitel, ansprechendes Cover und eine spannende, fantasievolle Beschreibung. Und so stand meine Entscheidung fest: Ich wollte es unbedingt haben!

Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit …

Mein erster Eindruck: Das Buch findet an einer spannenden Stelle ihren Einstig und zwar mitten im Geschehen: Der Tag der Namensgebung. Ich war sofort von der Story gepackt! Denn Nummer 19, später Tirasan, macht einen netten, bodenständigen Eindruck. Aus seiner Sicht wird die Geschichte erzählt. Nur zu Beginn hat er ein paar nervige Wutausbrüche, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Doch als er begreift, das er wirklich Menschen um sich hat, die ihn auf einmal schätzen, wird er lockerer und offener.

Charaktere & Handlung: Die Geschichte hat etwas Mittelalterliches an sich. In Kombination mit der Magie, ist es eine interessante Mischung. Aber ist nicht ganz so arg beschrieben, wie zum Beispiel in einem Bernhard Hennen-Roman, sondern lockerer. Die Reise der jungen Protagonisten ist sehr spannend und birgt immer wieder überraschende Wendungen. Besonders da sich Tirasan und Baro anfangs wenig verstehen – allein schon wegen der Fede aus Kindertagen. Nur manchmal zieht sich die Handlung ein wenig, besonders gegen Ende. Doch das Ende an sich, wird ziemlich schnell abgehandelt, das fand ich wiederum etwas schade.

Zur Buchgestaltung: Das Buch ist wirklich mit Liebe gestaltet. Schöne Kapiteleinfuhren, tolle geschwungene Überschriften, nur an die Schrift musste ich mich etwas gewöhnen. Das Cover und den braunen Einband mit er Goldprägung finde ich wunderschön und stimmig. Das Buch hat auch ein Lesebändchen, das ich sehr zu schätzen weiß. Irgendwie fehlt mir dieser kleine praktische Begleiter bei vielen Hardcovern heute. Außerdem lag im Buch ein Lesezeichen – passend zur Buchoptik – ein kleines Goodie, wenn man sie will.

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gefallen. Bis auf ein Liebesgeständnis, das etwas fehl am Platz war. Aber lest selbst! Das Buch kann man übrigens auch bequem mobil auf dem Handy weiterlesen – dank papego! Ich habe die App ausprobiert und es klappt wirklich prima!


Vielen Dank an den Piper Verlag für dieses tolle Leseexemplar! Ich habe mich sehr gefreut!